Alle unsere Helfer sind verpflichtet, an den jährlichen Reanimationstrainings teilzunehmen. Unser Ausbilder frischt verloren gegangene Kenntnisse auf und vermittelt neue Richtlinien.
Diese Reanimationstrainings sind ganztägige Lehrgänge und beginnen mit Theorieunterricht, gefolgt von Reanimationsübungen nach der Ein- und Zweihelfermethode - wie in jedem Erste-Hilfe-Kurs.
Erst danach arbeiten wir schrittweise mit Defibrillatoren und weiteren Hilfsmitteln wie Larynxtuben. Ein Larynxtubus ist vereinfacht formuliert ein Schlauch, welcher dem Patienten in die Speiseröhre geschoben wird, damit diese verschlossen ist und die Luft aus dem angeschlossenen Beatmungsbeutel ohne Probleme in die Luftröhre, und damit in die Lungen gelangen kann.
Zum Schluss des Trainings "durften" wir unter realitätsnahen Bedingungen zeigen, was wir gelernt haben. Realitätsnah bedeuted, dass wir mit wenig Platz, schlechten Lichtverhältnissen und weiteren Widrigkeiten zu rechnen haben - eben wie in echten Notfallsituationen.
Der Ausbilder gibt nach diesem Durchgang den versammelten Helfern zusätzliche Tipps, wie's noch einen Tick besser geht.
Und weiter geht's. Unter ebenfalls wenig geräumigen Verhältnissen arbeitet das nächste Team und verflucht insgeheim den Ausbilder für dieses Szenario zwischen Kühlschrank, Spüle und Küchenschrank.
Wie es der Zufall so wollte, musste dieser Patienten zuerst aus dem engen Abstellraum gezogen werden, bevor die Helfer ihn reanimieren konnten. Die silberne Unterlage wird nur bei Übungen verwendet und dient als Knieschutz der Helferhosen. Bei echten Einsätzen muss es natürlich schnell gehen - dann wird keine solche Matte unter den Patienten geschoben.


